Ethischer Kodex der IFA
Ethikkodex für Therapeut/innen und Handler der International Felinotherapy Association
1. Welfare und Respekt gegenüber Katzen
Das physische, emotionale und psychische Wohlbefinden der Katze steht stets an erster Stelle.
Die Teilnahme an Aktivitäten muss für die Katze jederzeit freiwillig sein.
Katzen haben das Recht, sich ohne negative Konsequenzen zurückzuziehen, zu ruhen oder Interaktionen abzulehnen.
2. Aufbau authentischer, vertrauensbasierter Beziehungen
Therapeut:innen und Handler müssen authentische, empathische und auf Vertrauen basierende Beziehungen sowohl zu Katzen als auch zu Klient:innen aufbauen.
Emotionale Sicherheit, gegenseitiger Respekt und gewaltfreie Interaktion bilden die Grundlage aller Arbeit.
3. Kompetenz und kontinuierliche Weiterbildung
Therapeut:innen und Handler müssen über Kompetenzen im Bereich Katzenverhalten und therapeutischer Methoden verfügen und diese aufrechterhalten.
Kontinuierliche Weiterbildung in den Bereichen Tierwohl, therapeutische Verfahren und ethische Standards ist verpflichtend.
4. Ethische Praxis und professionelle Integrität
Therapeut:innen und Handler müssen die höchsten Standards in Bezug auf Ehrlichkeit, Vertraulichkeit und Professionalität einhalten.
Alle Interventionen sind klientenzentriert, orientieren sich an den Ressourcen der Klient:innen und basieren auf fundierten Verfahren.
5. Beobachtung und flexible Anpassung
Therapeut:innen und Handler müssen in der Lage sein, die Körpersprache der Katzen sowie Stresssignale zu erkennen.
Zeigt eine Katze Anzeichen von Unwohlsein, Angst oder Müdigkeit, ist die Sitzung unverzüglich anzupassen.
6. Spiel und emotionale Sicherheit
Spiel wird als wirksames Mittel anerkannt; seine Integration muss stets die Bedürfnisse und Präferenzen von Katze und Klient:in respektieren.
Eine spielerische und entspannte Atmosphäre soll emotionale Ausdrucksfähigkeit, Kreativität und Heilungsprozesse unterstützen.
7. Schutz von Katzen und Klient/innen
Therapeut:innen und Handler handeln als Schutzinstanz für das Wohlbefinden und die Würde der Katzen sowie für die Rechte, Bedürfnisse und Sicherheit ihrer Klient:innen.
Ausbeutung, Vernachlässigung oder Instrumentalisierung von Tieren zu therapeutischen oder kommerziellen Zwecken ist strikt untersagt.
8. Verpflichtung zur Freiwilligkeit und informierten Zustimmung
Sowohl Klient:innen als auch Katzen müssen freiwillig teilnehmen; bei Klient:innen ist eine informierte Zustimmung erforderlich, die regelmäßig überprüft wird.
Die Würde und Autonomie sowohl der menschlichen als auch der tierischen Partner müssen während des gesamten Prozesses respektiert werden.


